Nur wenige Zehntel zum ersten Podium: Luis Moser überzeugt am Norisring

Der Norisring gilt als eine der anspruchsvollsten Stationen im ADAC GT4 Germany Kalender, eng, schnell, ohne Auslaufzonen. 3 Tage pure Action garantiert.

Fabian Weinberger

7/6/2026

Freitag: Freies Training

Im freien Training, insbesondere im FP2, lag das Auto wie auf Schienen, und Luis übergab auf P1 an seinen Teamkollegen der das Training auf P3 beendete.

Samstag: Zeittraining und eine Bilderbuch-Aufholjagd

Über Nacht ging die im FP2 gefundene Balance aufgrund der kühleren Morgentemperaturen wieder etwas verloren, wovon die Porsche-Fahrzeuge profitierten. Luca Link stellte das Auto im ersten Qualifying auf die Startposition 13 für das erste Rennen am Nachmittag. Luis konnte im zweiten Qualifying für das Rennen am Sonntag die Startposition 9 erzielen.

Was dann im ersten Rennen folgte, war Motorsport, wie man ihn sich wünscht. Luca kämpfte sich von P13 nach vorne und übergab das Fahrzeug auf P8 an seinen Teamkollegen. Luis übernahm, überholte in zwei sauberen Manövern auf P6 und lieferte sich in der Folge über mehrere Runden ein intensives Duell mit Roman Fellner-Feldegg im Mercedes AMG GT4.

Der entscheidende Moment kam in Kurve 1: Spätes Bremsen, gezielter Einsatz des Kerbs zur Rotation des Fahrzeugs, und Luis übernahm P5 von seinem Konkurrenten - in einem großartigen Manöver. Im Anschluss konnte Luis sogar noch auf P4 vorfahren, auf welchem er das Rennen beendete.

Am Ende trennten Luis und Luca nur wenige Sekunden vom Podium. Ohne die Full Course Yellow-Phase kurz vor Rennende wäre P3 durchaus realistisch gewesen. Die Pace war da, das Podium wird kommen.

Sonntag: Ein zweites Rennen mit zwei Gesichtern

Rennen zwei begann für Luis von P9 aus, und direkt im Startgetümmel gab es Kontakt, von einem ihm auffahrenden Mercedes, der ihn zunächst auf P10 zurückwarf. Doch die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Ein Überholmanöver, gefolgt von einem Doppelüberholmanöver, brachte ihn auf P7 und ließ die Lücke zum Auto #51 von Silvestersson wachsen.

Ab Runde 5 machte sich dann zunehmendes Untersteuern bemerkbar, wodurch die vielversprechende Pace der Anfangsphase abflachte. Luis wurde in der Folge wieder überholt und übergab das Fahrzeug auf P8 an Luca. Dieser nutzte die Fahrzeugübergabe für eine Anpassung des Reifenluftdrucks und konnte damit P7 zurückerobern, auf der das Duo das Rennen schließlich beendete.

Fazit: Ein wichtiger Schritt nach vorne

In der Gesamtbetrachtung war der Norisring dennoch ein starkes Wochenende: P4 nach einer unvergleichlichen Aufholjagd von Startposition P13 im ersten Rennen und P7 im zweiten Rennen sind Ergebnisse, die zeigen, dass Luis und Luca in dieser Saison konstant um die vorderen Positionen mitfahren können.

Mit 46 Punkten und Platz 5 in der Gesamtwertung geht das Duo hungrig in die weitere Saison. In weniger als drei Wochen wartet bereits Oschersleben. Ob dort das erste Podium der Saison fällt, wird sich zeigen. Nach den gezeigten Leistungen ist es aber ohnehin eher eine Frage der Zeit als der Möglichkeit.

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